Fachtagung Kinderschutz

Fachtagung zur Einführung der Handreichung zum Kinderschutz an weiterführenden Schulen am 08.09.2016

Der Fokus zur Verbesserung des Kinderschutzes wurde in den vergangen Jahren – nicht nur im Kreis Borken - insbesondere auf die Zielgruppe der jüngeren Kindern gerichtet. So wurde im Kreis Borken im Rahmen des „Netzwerkes Frühe Hilfen/Kinderschutz“ im Jahr 2011 ein Kooperationsvertrag mit allen Schulen der Primarstufe abgeschlossen. Die klaren Vereinbarungen und das gemeinsame Verständnis über die wahrzunehmenden Aufgaben im Kinderschutz haben nach Einschätzung der Jugendämter und Schulen zu einer Verbesserung der Kooperationsbezüge im Kinderschutz geführt. Mit der Handreichung zum Kinderschutz für weiterführende Schulen wird nun auch für den Umgang mit Kindeswohlgefährdungen bei älteren Kindern und Jugendlichen eine gemeinsame Grundlage geschaffen, die zu mehr Handlungssicherheit bei allen Beteiligten führen soll. Der Schutz von Kindern und Jugendlichen ist gleichermaßen eine Aufgabe von Schulen und Jugendämtern. Für beide Systeme besteht der gesetzliche Auftrag zur Wahrnehmung des Schutzauftrages (§ 8a SGB VIII bzw. § 42 Abs. 6 SchulG). Zur Sicherstellung dieses Auftrages und damit zur Erhöhung des Schutzes von Kindern und Jugendlichen ist ein kooperatives Vorgehen unverzichtbar. Dies erfordert vor allem Kenntnisse über das Vorgehen des Kooperationspartners und seine Handlungsmöglichkeiten.

Im Rahmen einer Fachtagung für zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus den weiterführenden Schulen und Jugendämtern wurde die Handreichung am 8.9. 2016 im Kreishaus vorgestellt und erläutert.

Den Fachvortrag hielt Professor Dr. Reinhold Schone, Fachhochschule Münster

Die Handreichung wurde von einer interdisziplinären Arbeitsgruppe unter der Leitung von Jugendhilfeplanerin Elisabeth Möllenbeck und dem Leiter der Schulberatungsstelle Michael Sylla erarbeitet.

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