Herkunftssprachlicher Unterricht (HSU)

Der HSU ist ein freiwilliges zusätzliches Angebot des Landes NRW zum Regelunterricht für zweisprachig bzw. mehrsprachig aufwachsende Schülerinnen und Schüler der Primarstufe und Sekundarstufe I, deren Herkunftssprache nicht Deutsch ist.

 

Die Einrichtung des herkunftssprachlichen Unterrichts erfolgt zum einen nach den Bedarfen und zum anderen nach den zur Verfügung stehenden personellen Ressourcen sowie nach den Einsatzgebieten.

 

Eine Voraussetzung ist u.a., dass im Grundschulbereich eine Gruppe von 15 und im Bereich der Sekundarstufe I eine Gruppe von 18 Schülerinnen und Schülern zusammen kommt.

 

Der HSU wird angeboten im Umfang von 3 – 5 Stunden wöchentlich und findet zusätzlich zum Regelunterricht in der Regel nachmittags statt.

 

Es erfolgt eine jährliche Bedarfsabfrage bei allen Schulen der Primarstufe und der Sekundarstufe I im Kreis Borken (zu Beginn eines jeden Jahres).

 

Ein Anspruch auf die Einrichtung eines herkunftssprachlichen Unterrichtsangebots bei Erreichen der Mindestgruppengröße besteht nicht.

 

Aufgabe des Unterrichts ist es, die herkunftssprachlichen Fähigkeiten in Wort und Schrift zu erhalten, zu erweitern und wichtige interkulturelle Kompetenzen zu vermitteln. Der HSU trägt zur Förderung natürlicher Sprachenvielfalt und Wertschätzung lebensweltlicher Mehrsprachigkeit bei.

Es ist wissenschaftlich belegt, dass die Pflege der Herkunftssprache den Erwerb der deutschen Sprache unterstützt.

 

Sprachprüfung im Herkunftssprachlichen Unterricht (HSU)

 

Schülerinnen und Schüler, die den HSU in der Sekundarstufe I regelmäßig besuchen, müssen am Ende des Bildungsganges in der Sekundarstufe I, also kurz vor ihrer Schulentlassung (nach Klasse 9 oder 10), die Sprachprüfung ablegen.

 

Die Sprachprüfung im HSU wird auf die Anspruchshöhe der Abschlüsse der Sekundarstufe I durchgeführt:

  1. Hauptschulabschluss (nach Klasse 9)
  2. Hauptschulabschluss nach Klasse 10
  3. Mittlerer Schulabschluss (FOS-reife)

 

Das Schulamt für den Kreis Borken ist für die Durchführung/Organisation der Sprachprüfung im HSU zuständig.

 

Weiterführende ausführliche Informationen zur Sprachprüfung im HSU sind in der Handreichung „Sprachprüfungen in der Herkunftssprache bzw. Muttersprache für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund“ zu finden.

 

 

Sprachprüfung (Feststellungsprüfung) anstelle von Pflichtfremdsprachen oder Wahlpflichtfremdsprachen

 

Zugewanderte Schülerinnen/Schüler, die die Sekundarstufe I einer deutschen Schule nicht von Beginn an besucht haben und nicht in das Sprachenangebot der Schule eingegliedert werden konnten, können zum Erwerb der folgenden Abschlüsse eine Sprachprüfung (Feststellungsprüfung) ablegen:

  1. Hauptschulabschluss (nach Klasse 9)
  1. Hauptschulabschluss nach Klasse 10
  2. Mittlerer Schulabschluss (FOS-reife)
  3. Anspruchsniveau der Einführungsphase (EP) der gymnasialen Oberstufe in einer fortgeführten Fremdsprache
  4. Fachhochschulreife (Abschluss an berufsbildenden Schulen).

 

Die Meldung erfolgt in der Klasse bzw. Jahrgangsstufe, in der der angestrebte Abschluss erworben werden soll (ggf. auf jeder Anspruchsebene).

Zuständig für die Zulassung zur Feststellungsprüfung und Organisation der Sprachprüfung (Feststellungsprüfung) ist die obere Schulaufsichtsbehörde (Bezirksregierung Münster.

Hier ist der Anmeldeschluss (15.09. eines jeden Jahres) zu beachten. Über einen späteren Anmeldeschluss entscheidet die Bezirksregierung Münster.

 

Weiterführende ausführliche Informationen zur Sprachprüfung (Feststellungsprüfung) sind in der Handreichung „Sprachprüfungen in der Herkunftssprache bzw. Muttersprache für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund“ zu finden.

Ansprechpersonen

Brigitte Marohn
Schulamt für den Kreis Borken
Telefon 02861 / 82-1335
E-Mail: b.marohn(at)kreis-borken.de

Zuständiger Schulaufsichtsbeamter

Michael Ballmann, Schulaufsicht
Schulamt für den Kreis Borken
Telefon 02861 / 82-1345
E-Mail: m.ballmann(at)kreis-borken.de

 

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